| Knochenschwund
um die Prothese eines der Hauptprobleme
„Doch bei aller Sorgfalt,
Planung und Vorsicht kommt es immer wieder vor, dass Prothesen – oft aus
scheinbar unerklärlichen Gründen – nicht richtig einwachsen,
sich lockern, ihre Funktion dann nicht mehr erfüllen können,
Schmerzen verursachen und ausgetauscht werden müssen. „Eine mögliche
Ursache könnte der zum Teil massive Abbau von Knochensubstanz um die
Prothese herum sein“, erklärt der Frankfurter Orthopäde Dr. Thorsten
Hennigs. „Dieser Knochenschwund tritt vor allem in den ersten drei bis
sechs Monaten nach der Implantation des Ersatzgelenkes auf. Da der Knochenschwund
eines der Hauptprobleme in der Endoprothetik ist, könnte dieser frühe
Verlust an Knochendichte schicksalhaft für die Prothese sein. An der
Hüfte ist diese Problematik mittlerweile besonders gut untersucht.
Es ist in manchen Regionen mit durchschnittlich 20, in Einzelfällen
mit bis zu 60 Prozent Verlust zu rechnen, der auch nach Jahren nicht mehr
ausgeglichen wird.“ Knochendichte an
der Lendenwirbelsäule wichtiger Prognosefaktor
Der Knochenschwund
tritt nach jeder Endoprothesenoperation auf. Art und Ausmaß der Veränderungen
hängen dabei nur zu einem geringen Teil mit dem eingesetzten Prothesentyp
und der Art der Fixation ab. Auch Alter, Körpergröße und
Gewicht des Patienten spielen bei diesen Veränderungen keine Rolle.
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